ATB-Meisterschaft im Hallenfußball in Bonn

19. Mai. 2025 | von | Kategorie: Allgemein

Fußballerisch hat die Gothania ja eigentlich einiges drauf. Leider sind dieses Mal fast alle Fußballer*innen zu Hause geblieben, sodass wir es nur mit tatkräftiger Unterstützung aus Darmstadt geschafft haben, überhaupt eine Mannschaft für das Bonner Fußballturnier zu stellen. Unserer Motivation hat das aber natürlich keinen Abbruch getan.

Der Deutschen Bahn war das allerdings egal – ganz in „gothanischer“ Tradition kamen wir mit angemessener Verspätung zum Begrüßungsabend. Aufgehalten hat uns das natürlich nicht! Schließlich wollten wir zeigen, dass man auch mit begrenztem Kader und umso mehr Charme Eindruck hinterlassen kann.

Große Chancen rechneten wir uns für den Turniertag trotzdem nicht aus – vielleicht auch deshalb, weil wir in der deutlich stärkeren Gruppe gelandet waren. Der Fokus verlagerte sich dadurch automatisch ein wenig auf den Vorabend, was den Schlaf nicht unbedingt verlängerte. Übermüdet, aber motiviert, ging es dann direkt ins erste Spiel – ausgerechnet gegen den Titelverteidiger Bonn. Das Ergebnis war ein überschaubares 12:0.

Für mich persönlich war danach Schluss – eine Oberschenkelzerrung beförderte mich vom Spielfeld auf die Ersatzbank. Zum Glück sprang der Berliner Moritz ein, der noch ein Team suchte, und ersetzte mich würdig. In den folgenden Spielen gaben wir alles – wortwörtlich. Es wurde gekämpft, gerannt, geschwitzt und an der Grenze des Zumutbaren gespielt – inklusive körperlicher Reaktionen, über die wir an dieser Stelle besser schweigen. Auch wenn es in der Vorrunde für keinen Sieg reichte, konnten wir immerhin ein paar Tore verbuchen und lieferten ein spannendes und zeitweise knappes Spiel gegen Mainz ab.

Nach der Vorrunde ging es dann ins Platzierungsspiel um Platz 9 von 10. Mit vollem Einsatz – und unter Aufbietung von Manas bandagierten Knien (an dieser Stelle: gute Besserung!) – konnten wir gegen Bonn 2 endlich den ersehnten Sieg holen. Der vorletzte Platz war unser!

Zur Vorbereitung auf die Kneipe im Bootshaus trafen wir uns mit Nimbus noch zu einem Sektempfang in der berühmten Bonner Kirschblütenstraße, welcher uns die Zeit vergessen ließ. Völlig unnötig hetzten wir uns deshalb zur Kneipe, die sich letztlich um eine Stunde verspätete – der Präside hatte sich spontan für ein kleines Nickerchen entschieden. Am Abend wurde dann nicht nur der neunte Platz gebührend gefeiert, sondern auch eine Toilette kreativ und dauerhaft verschönert – ein künstlerisches Andenken an ein rundum gelungenes Wochenende.

Bundesbruder Joe XX

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