Fuxenkneipe im SoSe 2024
24. Juni. 2024 | von Dana | Kategorie: AllgemeinAuch in diesem Sommersemester durften die Fuxen ihre eigene Kneipe schlagen. Die Aufregung steigte bei dem ein oder anderen Fux, je näher der Abend rückte. Dalmatic half im Offiz als Contra aus und hatte ein Auge über den Fuxenstall. Gegen 20ct ging es im Gothanenkeller los und ich und die anderen Burschen setzen sich (mehr oder weniger) adäquat gekleidet in die Corona. Ferscht beehrte uns als einziger AH mit seiner Anwesenheit. Nachdem wir unser Farbenlied, sowie einen weiteren Cantus gesungen hatten, las Ben, der den Offiz schlug, seine sehr großartige und emotionale Rede vor. Ich möchte euch diese nicht vorenthalten und habe sie deshalb im Anschluss an diesen Bericht angehängt. 😊 Im Inoffiz ging es dann mit Pia als Präsiden und Slaven als Contra auf eine Reise, wobei diese schneller endete als uns lieb war, den das Flugzeug in dem wir saßen stürzte ab und so wurde ein Survival Training daraus. Die Burschen wurden aufgeteilt und so saßen vier Burschen, mich eingeschlossen, im Fuxenstall und mussten gegen den Burschensalon in verschiedenen Disziplinen antreten. Ein sehr knappes Rennen, welches wir allerdings (wer hätte das gedacht 😉) für uns gewinnen konnten. Alles in allem eine tolle und unvergessliche Kneipe, die unseren Fuxen hoffentlich genauso viel Spaß gemacht hat, wie den Burschen.
Machts gut & bis zum nächsten Mal
Cyane
Ben`s tolle Rede:
„Liebe Verbindungsgeschwister,
es ist mir eine große Freude, heute Abend vor euch stehen zu dürfen, um einige Worte zu
einem Thema zu sprechen, das für uns alle von besonderer Bedeutung war oder auch noch
ist: Und was für ein Thema würde sich an einer Veranstaltung wie der heutigen besser
ausführen lassen als dem "Fuxen".
Aber zuerst einmal, woher kommt der Begriff „Fux“? Der Begriff "Fux" hat eine lange
Tradition in den deutschen Studentenverbindungen und bezeichnet die Neumitglieder, die
sich in der Anfangsphase ihrer Mitgliedschaft befinden. Der Ursprung des Begriffs ist nicht
genau geklärt, doch eine weit verbreitete Theorie besagt, dass er auf das althochdeutsche
Wort "fuhs" zurückgeht, was so viel wie „jung“ oder "unerfahren" bedeutet. Diese
Bezeichnung spiegelt die Rolle des Fuxens innerhalb der Verbindung wider, wie es mir
mein Fuxmajor nur zu gerne unter die Nase reibt. Also ein junger Student, der am Anfang
seiner akademischen und verbindungsstudentischen Laufbahn steht und bereit ist, sich
neuen Herausforderungen zu stellen.
Die Zeit als Fux ist eine prägende Phase, die sowohl mit großen Erwartungen als auch mit
wertvollen Erfahrungen verbunden ist, wie es bei mir zumindest der Fall ist. Für viele von uns
war es hoffentlich eine Zeit des Lernens und Wachsens, in der wir nicht nur akademisches
Wissen erlangten, sondern auch wichtige soziale und persönliche Fähigkeiten entwickelten.
Der Fux steht symbolisch für den Beginn einer Reise, die von Gemeinschaft, Tradition und
persönlicher Entwicklung geprägt ist.
Als Fux wird man in die Traditionen und Werte der Verbindung eingeführt. Man lernt, was es
bedeutet, Teil einer Gemeinschaft zu sein, Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv in
das Verbindungsleben einzubringen. Es ist eine Zeit, wie ich es jeden Tag aufs Neue bei
meinen Verbindungsgeschwistern sehen kann, in der man Freundschaften knüpft, die oft ein
Leben lang halten, und in der man die Unterstützung und den Zusammenhalt der älteren
Semester erfährt.
Die Fuxenzeit ist auch eine Zeit der Herausforderungen. Man muss sich in der neuen
Umgebung zurechtfinden und den Spagat zwischen Studium und Verbindungsleben
meistern. Doch gerade diese Herausforderungen tragen dazu bei, dass man als
Persönlichkeit wächst und an Stärke gewinnt. Man lernt, sich durchzusetzen, Rückschläge
zu überwinden und stets mit einer Portion Humor und Gelassenheit an die Dinge
heranzugehen.
Ein besonders wichtiger Aspekt der Fuxenzeit ist jedoch auch, die Vermittlung von Werten
und Traditionen. In unseren Verbindungshäusern wird Geschichte lebendig gehalten, und die
älteren Semester geben ihr Wissen und ihre Erfahrungen an die jüngeren Generationen
weiter. Dies schafft ein Gefühl der Kontinuität und Zugehörigkeit, das hoffentlich weit über die
Studienzeit hinausreicht.
Liebe Verbindungsgeschwister, die Zeit als Fuchs ist mehr als nur eine Phase des
Übergangs. Sie ist der Grundstein für unsere weitere Entwicklung und ein wesentlicher
Bestandteil unseres Lebens in der Verbindung. Jeder von uns hat seine eigenen
Geschichten und Erfahrungen aus dieser Zeit, die uns prägen und die wir mit Stolz und ein
wenig Nostalgie betrachten.
An dieser Stelle möchte ich einige persönliche Erlebnisse aus meiner eigenen Fuxen mit
euch teilen. Als ich damals als Spefux in unsere Verbindung eintrat, hatte ich keine Ahnung,
welche Abenteuer und Herausforderungen auf mich warten würden. Ich kam am
Bewerberabend auf unser schönes Haus und durfte so viele von euch kennenlernen. Was
mir als Erstes auffiel, als ich hier war, war vor allem wie eng die Gemeinschaft ist, die ihr
euch hier aufgebaut habt. Überglücklich, die Zusage für das ziemlich warme, aber auch ab
und zu mal schöne Zimmer bekommen zu haben (wenn es denn mal aufgeräumt ist), war ich
sehr gespannt, was mich hier erwarten würde. Meine Confuxen Pia und Slaven, welche mir
mittlerweile sehr ans Herz gewachsen sind, durfte ich dann an dem Septemberwochenende
des Stiftungsfestes letztes Jahr zum ersten Mal kennenlernen. Wir saßen während des
Kommerses gespannt zusammen mit den anderen Fuxen und erfuhren zum ersten Mal
gemeinsam, was diese Tradition ist, von der bei Studentenverbindungen so oft geredet wird.
Und ab diesem Wochenende ging es nur weiter Berg auf.
Sei es beim Auspauken der Fuxensau, was definitiv eine neue Erfahrung war oder als ich
meinen Deckel in Mainz unterschreiben durfte. Oder seien es die zahlreichen Sportturniere,
Kneipen und Aktivenabende, die ich gemeinsam mit euch verbringen durfte. Aber vor allem,
dass ich euch kennenlernen durfte und heute meine Verbindungsgeschwister nennen kann.
Ich habe an diesem Wochenende im September letzten Jahres ein neues Kapitel in meinem
Leben begonnen. Eines, welches ich hoffentlich mit vielen Geschichten und Erfahrungen, die
ich mit euch erlebt habe und noch erleben werde füllen und verzieren möchte.
Ich möchte jedoch nicht zu lange schwafeln und komme lieber zum Ende. Ich bin euch
unendlich dankbar Teil von all dem hier zu sein und mehr als nur Stolz darauf mich
einen Gothanen nennen zu dürfen. Also lasst uns auf die nächsten Jahre, die wir gemeinsam
haben werden trinken, als Gothanen, als Freunde und als eine gemeinsame Familie.“